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Fahrzeuggeschichte Heidelbergs

Wer die Geschichte Heidelbergs kennt, verbindet mit ihr eine ganze Reihe wichtiger Ereignisse und Personen aus Wissenschaft und Kultur. Dass Heidelberg eigene Beiträge zur Entwicklung des Fahrzeugbaus in Deutschland lieferte, ist hingegen weitgehend unbekannt. Schlaglichtartig wollen wir auf die wichtigsten Meilensteine der Fahrzeughersteller aus Heidelberg mit Links verweisen.

 

1. Stock Motorräder - Motorräder aus Heidelberg

Stock-Motorräder waren eine Abteilung der Heidelberger Schnellpresse.

 

 


Ottmar Kocher auf seiner Stock Luxus Sport 200

 

 

 

2. Sattelschlepper und Autoschaufler aus Heidelberg: Waggonfabrik Fuchs

Mehrfach hatte die Heidelberger Firma versucht, sich aus der staatlichen Abhängigkeit im Waggonbau zu befreien. Wir entnehmen die Informationen teilweise der Seite www.kastenlok.de.

1925 wurde die Zahl der Mitarbeiter auf 1200 halbiert. Einen Ausweg aus der wirtschaftlichen Krise (fehlende Aufträge im Waggonbau) sah man in der Eröffnung eines neuen Betriebszweiges, um aus der einseitigen Abhängigkeit von Staatsbahnaufträgen rauszukommen. So plante man die Produktion von Kleinkraftwagen; was aber in Ermangelung finanzieller Mittel nicht gelang.


Quelle: wikipedia

Durch die Standardisierung im Waggonbau entfiel die handwerkliche Einzelfertigung. Offenbar wurden dadurch Halbfertigprodukte unbrauchbar und wertlos. Mit Hilfe eines Hypothekendarlehens wurde die Abteilung "Motorlastzugbau" gegründet. Im Produktionsprogramm fanden sich Zugmaschinen von 50 und 100 PS Leistung sowie Aufleger. Man kann behaupten, dass Fuchs damit den Pionieren im Bau von Sattelschleppern gehörte.


Quelle: wikipedia

Nach guten Aufträgen durch die OEG stand man 1929 fast am Ende. Einerseits kletterten die Verluste, andererseits blieb der Erfolg im Lastzugbaus blieb aus. Die Weltwirtschaftskrise war darüberhinaus kein günstiges Umfeld für kriselnde Firmen. 1929 meldete Fuchs Vergleich an, verlor seine unternehmerische Selbständigkeit, der Preis für die Rettung durch die Waggonfabrik Gebr. Schöndorff in Düsseldorf.

Der neue Herr hatte offenbar kein Interesse an der wenig erfolgreichen Sparte Motorlastzug und verkaufte sie an an eine Münchener Firma verkauft. Diese ging 1932 in Konkurs, die Waggonfabrik musste Restforderungen abschreiben. Noch einmal versuchte Fuchs einen Einstieg in den Bau von Straßenfahrzeugen. Diesmal wurden Autoschaufler entwickelt, Muldenkipper, die mit einer Ladeschaufel versehen, sich selbst beladen konnten. (z.B. Klaus-Autoschaufler). Es sollen 14 Fahrzeuge nach Rußland geliefert worden sein.

 

 
Die Waggonfabrik Fuchs versuchte sich auch erfolgreich im LKW-Spezialbau (z.B. Sprengwagen)

 

 

Autoerfinder aus Heidelberg: Felix Wankel

Der sog. Teufelskäfer Felix Wankel's entstand in einer Heidelberger Hinterhofwerkstatt. Die Oldtimerfreunde Heidelberg haben 2012 an der Stelle des ehemaligen Gebäudes in der Kleinschmittstraße gemeinsam mit dem Weststadtverein eine Erinnerungstafel angebracht.


Bildquelle: LTA Mannheim (Technoseum), das den Nachlass Felix Wankels verwaltet.

 

 
 NSU Wankel Spider - der erste Serienwagen mit Wankelmotor auf der Alten Brücke in Heidelberg

 

 

3. Autos aus Heidelberg:
Fritz Wenk / Massholder DKW Monza


Bildquelle Wikipedia

Initiiert von den DKW-Sportfahrer Ahrens und Mantzel (Motorentuning) basiert der DKW Monza auf dem Fahrgestell des "Großen DKW 3=6" von 1957. Die bereits 1955 vorgestellte Fiberglaskarosserie sollte bei der Karosseriefirma Dannenhauer und Stauss in Stuttgart gefertigt werden. Den Namen Monza erhielt der DKW aufgrund der in Monza gefahrenen Langstreckenrekorde für Serienfahrzeuge.

Nachdem in Stuttgart ca. 10 Exemplare erstellt wurden, zog die Produktion durch das Engagement von Fritz Wenk aus Heidelberg zur Firma Masholder, die sich in Heidelberg spezialisiert hatten auf die Herstellung LKW-Aufbauten und Fahrerhäusern. Der Monza konnte jedoch bei jedem DKW-Händler bestellt werden, der Vertrieb lief jedoch über Fritz Wenk. Trotzdem besaßen alle Fahrzeuge auch volle Werksgarantie. Später zog die produktion wieder zurück nach stuttgart zur Fa. Schenk, wo fertigungstechnisch überarbeitet die meisten Monza produziert wurden.

Als die Autounion 1958 mit dem AU 1000 SP einen eigenen Sportwagen im Programm hatte, kündigte sie einseitig die Lieferverträge für die Fahrgestelle des Monza. damit war trotz voller kaufbücher das Projekt Monza des Heidelbergergescheitert. Zwar wurden auf Kundenwunsch noch ein paar Fahrzeuge hergestellt, dennoch endete die Produktion 1960 in Feuerbach. Die Autounion GmbH schätzt die Zahl der insgesamt produzierten DKW Monza auf max. 230-240 Exemplare.

Möglicherweise wurden danach noch Fahrzeug auf der Basisi von Gebrauchtwagen hergestellt.

In neuerer Zeit gab es auch Nachfertigungen der Kunststoffkaosserie.

 

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