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Amphicar

 
Der Amphicar ist ein 4 sitziges Cabriolet mit bescheidenen Fahr- und Schwimmeigenschaften. Böse Zungen behaupten, es sei auf der Straße ein Gefahr (mit Originalbereifung), im Wasser ein Hindernis (zumindest gegen den Strom). Trotzdem bleibt es bis heute ein riesiges Spaßmobil. Angetrieben wird das Fahrzeug auf der Straße von einem 1200 ccm Herald-Motor, der auf die Hinterachse wirkt, im Wasser von von 2 dreiflügeligen Schrauben. Die Stückzahl wird mit etwa 3750 gebauten Fahrzeugen angegeben. Gebaut wurde der Amphicar von 1960–1962 in Lübeck-Schlutup und von 1962-1964 in Berlin. Einzelne Exemplare wurden nach Einstellung der Produktion noch komplettiert und verkauft. Vater des Amphicar ist der Schwimmwagen-Spezialist Hanns Trippel.


Angetrieben wird der Amphicar von einem 1200 ccm Herald Motor mit 38 PS. Zu Wasser sorgen 2 dreiflügelige Schrauben für Vortrieb, die Vorderräder steuern das Wasserfahrzeug mit mäßiger Effizienz. Die Schrauben sind nicht getrennt anzusteuern. Von den ca. 100 in Deutschland noch existierenden Fahrzeugen befinden sich ca. 10 im Umfeld der Oldtimerfreunde Heidelberg, die vor allem Besitzern ohne Clubmitgliedschaft mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir wissen, wo es die Ersatzteile gibt und kennen die Spezialisten...

Nur Fliegen kann er (noch) nicht: Anlässlich der Auto-Symphonica am Wassereturm in Mannheim wird hier ein Amphicar 770 per Kran versetzt.

Geschichte

DWM: Berliner Doppeldecker, U-Bahn-Waggons und das Auto zum Schwimmen.

Der Amphicar wurde in Deutschland zwischen 1961 und 1963 in Berlin gebaut. Die Rohkarossen wurden anfänglich in Lübeck produziert. Insgesamt wurden 3878 Fahrzeuge hergestellt. Der Amphicar ist das einzige zivile Amphibienfahrzeug, das in nennenswerter Zahl hergestellt wurde. Entwickelt wurde das Cabrio von Hans Trippel, der bereits während des 2. Weltkrieges an der Entwicklung von Amphibienfahrzeugen beteiligt war. Hergestellt wurde das Fahrzeug von den Deutschen Waggon- und Maschinenfabriken AG, einem Industriebetrieb der Quandt-Gruppe.
Wirtschaftlich war das Fahrzeug mit einem Preis von 10500 DM (in den USA: $2800 bis $3300) kein Erfolg, eher ein Flop. Als 3 Jahre nach Produktionsende noch immer fabrikneue Fahrzeuge auf Halde standen sank der Preis auf 8385 DM. Als Hauptmarkt erwiesen sich die USA, in die 3046 Fahrzeuge exportiert wurden. Als die Amphicar  Produktion 1968 in Berlin geschlossen wurde, gingen viele Teile und die Produktionsanlagen an Hugh Gordon, Santa Fe Springs in Kalifornien, der heute Hauptersatzteilelieferant ist.

Technik
Angetrieben wird das Fahrzeug von einem britischen 4-Zyl.-Viertakt-Motor wie er auch im Herald und Spitfire verbaut wurde. Die Motoren hatten 1200 ccm und 38 PS. Der Motor trieb die Hinterachse an und konnte zusätzlich auch die beiden Propeller im Heck antreiben. Gesteuert wird mit den Vorderrädern. Vier Farben waren lieferbar: Beach White, Regatta Red, Lagoon Blue and Fjord Green. Gelb gab es nie als regulären Farbton.

AmphiCar Rhein Neckar
Mit ca. 10 Fahrzeugen ist der Rhein-Neckar-Raum relativ gut bestückt mit einer regen Amphicar-Szene:
Technoseum Mannheim
Technikmuseum Speyer
Vehikelsammlung Grimmer Eppelheim
Private Fahrzeuge in
Mannheim (3)
Worms
Pfunggstadt
Hockenheim
Neckarsteinach
Neckarsulm
Stein am Kocher

Alljährliches Highlight: Eberbacher Amphicar-Tage (ca. Mitte Juli)
 

Weitere Informationen
» Ersatzteile
» Schatt's Amphicar-Seite (abgeschaltet - Wir diskutieren über eine Übernahme der Inhalte)
» Internationaler Amphicar Club
» Club 770 Amphi Forum
» Schwimmauto.de
» David Chapman's Wonderful World Of Amphicars

Video

 

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